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27.09.2007: Im Bundestag kam es zu einer erneuten Anhörung zur Freigabe von Diamorphin (Heroin). Die Aussagen der Fachleute finden sich hier.

21.08.2007
Der abschliessende Teil Stadt am Ufer III - Strasse der Sehnsucht ist abgedreht.
NEUER TRAILER. Verfügbarkeit ab ca. Oktober/November.

11.07.2007
Frontal 21 berichtet über eine ominöse Schnell-Entzugstherapie in Moskau, die angeblich vom Militär entwickelt wurde. Es bleibt unklar, welche Substanzen die teilweise lebensgefährlichen Nebenwirkungen verursachen. Frontal reist mit einem Deutschen Nach Moskau, der sich der Herausforderung stellen will:
FRONTAL21 BEITRAG

16.04.2007
Die Frankfurter Fachhochschule zeigt 'Stadt am Ufer' als Einführung für den Semesterkurs 'Drogen und Gesellschaft'.
Weitere Anfragen von Bildungseinrichtungen werden zur Zeit bearbeitet und sind willkommen (Schutzgebühr).

28.02.07
Weiterhin keine Einigung zur kontrollierten Heroinfreigabe für Schwerstabhängige
Durch Initiative der 7 beteiligten Städte hat sich die, eine Gesetzesänderung blockierende, CDU/CSU-Fraktion bereit erklärt, die Vergabezentren noch bis Juni 07 zu betreiben.
Die Dealer reiben sich bereits die Hände, denn die knapp 300 Betroffenen werden ab diesem Zeitpunkt wieder nur durch den illegalen Markt mit dem begehrten Wirkstoff Diamorphin (von Bayer ursprünglich mit dem Handelsnamen 'Heroin' auf den Markt gebracht) versorgt werden können.
In unseren europäischen Nachbarländern löst diese Blockade der politisch konservativen Kräfte nur Kopfschütteln aus. Schottland, Schweiz, Holland geben erfolgreich teilweise seit Jahren das bis auf seine hohe Suchtpotenz unschädliche Mittel aus.
Aus heruntergekommenen Heroinjunkies wurden Patienten, die durch die Medikation mit Diamorphin sich vollständig von der kriminellen Drogenszene lösen konnten.
Die Realität in punkto Methadon sieht nämlich seit Jahren so aus, dass die hochgradig Abhängigen damit nicht wirklich zurechtkommen und Beikonsum an der Tagesordnug ist.
Nicht nur diesen negativen Begleiteffekt unterbindet die Diamorphinbehandlung.
In der Schweiz findet man keine Offenen Szenen mehr. Der illegale Markt ist ausgetrocknet und die Patienten können ein unauffälliges Leben führen, das mit dem Elend des Illegalen Marktes nichts mehr zu tun hat.
Zigtausend Betroffene, deren Durchschnittsalter bei 36 Jahren liegt, und die meistens ein Leben im Drogenelend der Städte hinter sich haben, fragen sich, wann die Ausgrenzungspolitik gegenüber Suchtkranken endlich endet und die Gesellschaft ihnen ein Leben mit dem Stoff erlaubt, den sie für unverzichtbar halten.


19.12.06
FRONTAL 21 ZDF
 
www.heroinstudie.de

Heroin auf Rezept
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Diskussion um Therapie für Schwerstabhängige

Sie nehmen weniger Drogen, werden seltener kriminell, und dennoch läuft die kontrollierte Heroinabgabe an Schwerstabhängige am 31. Dezember offiziell aus - mit einer Gnadenfrist von sechs weiteren Monaten für die Teilnehmer. So droht ein Modellprojekt zu scheitern, obgleich es erfolgreich war. Was in Zukunft aus den Süchtigen wird, denen Methadon nicht hilft, ist unklar. Eine Zulassung von Heroin bzw. Diamorphin als Medikament ist jedenfalls in weite Ferne gerückt.

von Anke Becker-Wenzel und Iris Wohsmann, 19.12.2006
Das Manuskript als Download Früher drehte sich in Jörgs Leben alles um den nächsten Schuss. Ständig brauchte er Geld, um seine Sucht finanzieren zu können. Er wurde kriminell, war bald ganz unten. Alle Therapieversuche scheiterten, auch die Ersatzdroge Methadon half bei ihm nicht. Jörg konnte dem Teufelskreis nicht entfliehen. Immer wieder kehrte er in die Drogenszene zurück, landete auf der Straße.      

Diamorphin als Ausweg
Heute, nach mittlerweile 20 Jahren Drogenkonsum, führt er wieder ein fast normales Leben. Zweimal am Tag spritzt er in einer Hamburger Drogenambulanz unter ärztlicher Aufsicht Diamorphin, also synthetisch hergestelltes Heroin. Er geht arbeiten, trifft sich wieder mit seiner Familie und hat sich auch körperlich stabilisiert. Zur Szene hat er keinen Kontakt mehr. Dank Diamorphin ist Jörg auf einem guten Weg.      
Zweimal täglich kommt Jörg in die Hamburger Drogenambulanz. Jörg ist einer von rund 1000 schwerstabhängigen Patienten, die an einem bundesweiten Modellprojekt teilnehmen. Ziel der Studie war es, herauszufinden, ob Opiatsüchtigen, die als nicht therapierbar gelten, durch eine kontrollierte Heroinabgabe doch noch geholfen werden könnte. Dabei sollten die Patienten von der Straße geholt werden, sie sollten sich stabilisieren und womöglich später ein Leben ganz ohne Heroin führen können.

Studie: Heroinvergabe an Schwerstabhängige  
Ein Erfolg für die Gesellschaft

Die Erfolge sprechen für sich, auch im Vergleich zur Therapie mit Methadon: Bei den mit Diamorphin behandelten Patienten konnte in 80 Prozent der Fälle ein deutlich besserer Gesundheitszustand festgestellt werden, bei der Methadon-Gruppe waren es 74 Prozent, also etwas weniger. Der illegale Drogenkonsum ging bei 69 Prozent der Diamorphin-Patienten zurück, immerhin 14 Prozent mehr als bei den Methadon-Probanden. Und auch die Abnahme der Kriminalität verlief unter der Heroinbehandlung positiver als unter der Methadon-Substitution. So waren noch etwa 27 Prozent der Diamorphin-Patienten im Untersuchungszeitraum in illegale Geschäfte verwickelt, bei der Methadon-Gruppe waren es rund 40 Prozent. Ein Erfolg, von dem auch die Gesellschaft profitiert. Doch die Heroin-Therapie ist bis zu viermal teurer als Methadon. Kritiker aus Unionskreisen fürchten deshalb ausufernde Kosten für die Krankenkassen, sollte Diamorphin als Medikament zugelassen werden. Deshalb blockiert die Union die für die Einführung der kontrollierten Heroinbehandlung notwendige Änderung des Betäubungsmittelgesetzes im Bundestag.    
Dr. Haasen: Der gesellschaftliche Nutzen ist goß. Höhere Lebensqualität
Für Dr. Christian Haasen vom Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg ist das eine falsche Kosten-Nutzen-Rechnung, denn der gesundheits- und gesellschaftspolitische Nutzen der Therapie überwiege: "Die heroingestützte Behandlung ist teurer, aber unterm Strich ist es für die Gesellschaft günstiger sie einzuführen, weil sie Ersparnisse hat im Bereich von Krankheitskosten, Kriminalität, Gerichtskosten und eine höhere Produktivität und Lebensqualität dieser Menschen erreicht."      
Vorteile, die man in der Schweiz schon lange erkannt hat. Hier gibt es für Schwerstabhängige bereits seit 13 Jahren Heroin auf Rezept. Der Erfolg der Diamorphin-Therapie: Der Drogenkonsum hat deutlich abgenommen. Auch die Zahl der jugendlichen Neu-Einsteiger ging drastisch zurück, allein in Zürich von 850 auf 50 pro Jahr. Die berüchtigte Drogenszene an Letten und Platzspitz ist fast verschwunden. Wo damals rund 10.000 Spritzen täglich entsorgt werden mussten, spielen heute Kinder. In Deutschland dagegen wird weiter gestritten. Jörg fühlt sich von der Politik im Stich gelassen. Denn für ihn und viele andere schwerstkranke Junkies ist die Heroinbehandlung die letzte Chance. (Quelle: ZDF)
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01.12.2006 Interview mit Produzent Kai Mügge in der JUBAZ (Junkfurter Ballergazette), integrative Drogenhilfe und Herausgeber der 2-monatlichen, gleichnamigen Frankfuter Zeitung.

INTERVIEW UND FILMREZENSION

01.04.2006 Die Anfang des Jahres begonnene und durch aufwendige Mittel finanzierte "Reinigung" des Bahnhofsviertels zur Fußballweltmeisterschaft wird, je näher der Termin rückt, von Polizei und Ordnungsamt immer mehr forciert.
Die im Viertel vertretenen Randgruppen fühlen sich in dieser Situation zurückversetzt in Zeiten, in denen man noch meinte, soziale Misstände durch Polizeieinsätze regulieren zu können.
Diese Zeiten waren eigentlich vergangen und viel war seitdem geschenen in Frankfurt in Punkto Drogenpolitik, auch viel Gutes - in Anbetracht der Fußball-WM jedoch, greift Frankfurt hart durch.
Internationalen Besuchern soll das Elend der ansässigen Randgruppen nicht die Laune verderben.
Kritiker verweisen auf die entstehende Notlage jener, für die das Viertel Dreh- und Angelpunkt ihres bedauernswerten Lebens ist, und aus welchem sie, teilweise  unter Anwendung drastischer Mittel jetzt erneut wieder vertrieben werden.
Seit mehr als einem Jahrzehnt ist das Frankfurter Bahnhofsviertel weltberühmt für seine besondere Verruchtheit. Man wird kaum einen Reiseführer finden, in dem nicht vermerkt ist, dass in diesem Viertel sich zu der Zügellosigkeit in punkto Sex auch eine selbige in punkto Gebrauch Harter Drogen gesellt hat. Nichts anderes zu finden erwartet der nationale, sowie internationale Besucher des Rotlichtviertels.
Dennoch.
Und da viele der Vertriebenen nun keine Einnahmen mehr durch Strassenprostitution und der Vermittlung kleinerer Drogengeschäfte, die im Viertel Alltag sind, verzeichnen können, wächst die Gefahr, dass an anderen Orten Beschaffungsdelikte begangen werden.

15.02.2006 BTV beginnt mit den Vorbereitungen zu den Dreharbeiten von "Werners Paradies - 30 Jahre auf dem Frankfurter Kiez".
Werner ist eine echte Kiezgröße, ein Lude, wie er im Buche steht. Im Viertel kennt ihn jeder und nach fast 30 Jahren ist er eine feste Größe im Milieu.
Wie viele Frauen in Frankfurt und anderen Städten für ihn angeschafft haben, weiß er nicht mehr.
Mit uns rekapituliert er, wie ihn diese Zeit geprägt und verändert hat.

25.01.2006 BTV beginnt mit den Dreharbeiten zu "Hoffnungslos in Frankfurt - Die Geschichte der A."
Das Szeneportrait der HIV-infizierten A., 25, die seit ihrem 15. Lebensjahr auf dem Drogenstrich ihren Körper an Freier verkauft, führt den Zuschauer in eine dunkle Welt aus Missbrauch, Prostitution und Drogensucht.

12.01.2006
Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen veröffentlicht neue Zahlen. 73.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen des Alkoholkonsums. Heroin verzeichnet zur Zeit ca. 1400 Tote im Jahr.

23.12.2005
Eine fünfzigminütige DVD-Präsentation für die Medienwirtschaft ist fertiggestellt und zeigt das Potenzial der BTV-Beiträge anhand 1 Reportage (Die Offene Crack-Szene von Frankfurt am Main 8.35') und 3 Portraits (Das Frankfurter Bahnhofsviertel - Geschichten und Schicksale, insges. 41.35')  

05.11.2005
Ein 18-minütiger Trailer für den Release von "Stadt am Ufer-Die Crack-Szene von Frankfurt am Main" im Januar 2006 kann von der Medienwirtschaft kostenlos geordert werden.

24.10.2005
Frankfurt erhöht den Etat um 10.Mio. Euro, um die Anstrengungen seit Anfang des Jahres zu verstärken, das Bahnhofsviertel für die WM 2006 zu säubern. Diese Ankündigung bezieht sich hauptsächlich auf die dort ansässigen Randgruppen der Drogensüchtigen und drogensüchtigen Prostituierten. Bei den, mittlerweile seit Jahrzehnten, immer wieder durchgeführten kosmetischen Säuberungsaktionen, kommt es regelmäßig zu Übergriffen durch ungenügend ausgebildete Beamte auf suchtkranke Mitbürger. Das zugrunde liegende ausserordentliche sozialpolitische und human-medizinische Problem wird auf diesem Wege auch keiner Lösung zugeführt. Angesichts der dramatischen Zustände wäre ein Etat sinnvoller für die erfolgreich arbeitenden Auffang- und niedrigschwelligen Einrichtungen eingesetzt worden, als erneut ethisch und moralisch fragwürdige Vertreibungsaktionen durch die Polizei zu finanzieren.

19.10.2005
Die Band "Anathema" ( www.anathema.ws )
gibt ihre Erlaubnis, ihre Songs für den Film zu benutzen.

18.10.2005
Der Drehplan ist erfüllt, die Dreharbeiten sind abgeschlossen.

12.10.2005
Das Fotoalbum geht online.

11.10.2005
Gästebuch und Forum gehen online.

10.10.2005
Babylon Website geht online.

28.08.2005
Die Dreharbeiten beginnen.

15.08.2005
Letzte Vorbereitungen vor Ort

01.05.2005
Die Vorbereitungen für die Dreharbeiten in Frankfurt beginnen.


 
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